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30.12.2014

Die Bedeutung des Paragraphen 11 für Hundetrainer

Neben Tierärzten und Tierpflegern ist nun auch die Ausbildung von Hunden und die gewerbsmäßige Anleitung des Tierhalters zur Hundeausbildung erlaubnispflichtig. Im Rahmen der gesetzlichen Neuregelung gemäß § 11 Abs.1 Nr. 8 benötigen alle Hundetrainer- und Hundeausbilder sowie Hundepsychologen in Deutschland eine Genehmigung des Veterinäramtes. Darüber hinaus müssen diese ebenfalls ihre Sachkunde, z.B. durch einen anerkannten Qualifikationslehrgang, nachweisen.
Das Ziel der Regelung im dritten Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes soll sein, im Sinne der Tiere und des Tierschutzes Mindestqualitätsstandards sicherzustellen. Alle Personen, die mit den Tieren arbeiten, müssen ab dem 01.08.2014 die erforderliche Sachkunde besitzen.

Hundetrainer Sachkunde 
Die zuständige Behörde prüft die verlangte Sachkunde des Antragsstellers im Einzelfall aufgrund der Darlegungen und Nachweise im Antrag. Seine Sachkunde kann man unter anderem durch bisherige Tätigkeiten, jede Art von relevanter Aus-, Fort- oder Weiterbildung, erfolgreich abgelegte Prüfungen etc. belegen. Tritt der Fall ein, dass die zuständige Behörde im Rahmen der Einzelfallprüfung zu der Überzeugung gelangt, dass die dargelegten Kenntnisse und Fähigkeiten nicht ausreichen, kann sie weitere Angaben oder Maßnahmen zur Erlangung einer ausreichenden Sachkunde nachfordern.

Zuverlässigkeit der Hundetrainer 
Darüber hinaus besteht eine erforderliche Zuverlässigkeit des Hundetrainers. Der Hundetrainer erhält nur dann die Erlaubnis, wenn über diesen keine Tatsachen vorliegen, die an der Zuverlässigkeit des Hundetrainers zweifeln.
Insbesondere Faktoren wie persönlicher Unzuverlässigkeit (die Person bietet nach dem Gesamtbild ihres Verhaltens nicht die Gewähr dafür, dass sie ihr Gewerbe oder ihren Betrieb ordnungsgemäß führen wird), Unzuverlässigkeit in tierschutzrechtlicher Hinsicht (gegen die Person wurde in den letzten 5 Jahren ein Verfahren wegen Verstoß gegen das Tierschutz-, Tierseuchen- oder Artenschutzrecht oder das Landesstraf- und Verordnungsgesetz durchgeführt oder ist derzeit anhängig) oder finanzieller Unzuverlässigkeit (die finanzielle Grundlage reicht zur ordnungsgemäßen Führung des Betriebes offensichtlich nicht aus) können die verlangte Zuverlässigkeit erheblich beeinflussen oder zu Nichte machen.
Während der Überprüfung der Zuverlässigkeit kann die Vorlage eines Führungszeugnisses und eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister von der zuständigen Behörde eingefordert werden.

Erlaubnis für Hundetrainer 
Die Erlaubnis nach §11 stellt kein „amtliches Gütesiegel“ dar, sondern bescheinigt lediglich die Existenz von ausreichenden, fachlichen Kenntnissen und Fähigkeiten sowie die erforderliche Zuverlässigkeit. Je nach Art der Tätigkeiten wird die Erlaubnis oftmals mit zahlreichen tierschutzrechtlichen aber auch tierseuchenrechtlichen Auflagen erteilt.

von Gerhard Wiesmeth, Hundewelten Deutschland

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