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Hunde-ausbilden

17.06.2014

Sporthunde Seminar


Zertifizierte Sporthundausbildung

- der Begleithund im sportlich aktiven Alltag
Leitgedanke:

Das Bild der Hundehalter vom Zusammenleben mit dem Hund hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Vom reinen Gebrauchshund, als Wach-, Jagd-, oder Diensthund, ist er zum kinderlieben Familienbegleithund hochstilisiert worden, der als Lebensbegleiter und Freizeitpartner allezeit aktiv am Alltag des Menschen teilnehmen soll.

Durch die Medien wird dem Hundehalter suggeriert, dass Hunde im Sinne einer artgerechten Haltung ihren speziellen Veranlagungen entsprechend ausgelastet werden müssen. Windhunde müssen rennen, Huskies müssen ziehen, Border Collies müssen hüten… Um diesen sogenannten Ansprüchen des Hundes gerecht zu werden, ist der Einfallsreichtum der Menschen fast grenzenlos. Beispielhaft hierfür ist die rasante Entwicklung der Hundesportarten in den letzten 15 Jahren. Jährlich wird mindestens eine neue Hundesportart kreiert und als die ideale Beschäftigung für die Hunderasse XY proklamiert. Es gibt kaum eine Hundeschule, die nicht mindestens eine, meist aber mehrere Hundesportarten anbietet. Der Run auf diese Hundeschulen ist enorm.

Vor dieser Entwicklung kann man als zeitgemäßer Hundetrainer nicht die Augen verschließen. Ein attraktives Trainingsangebot ist notwendig, wenn man am Markt bestehen will. Dabei sollte man aber nicht die Zielführung einer Hundeausbildung aus den Augen verlieren. Unbestritten braucht auch der Hund zum Erhalt seiner geistigen und körperlichen Fitness ein Quantum an Beschäftigung. Endergebnis darf aber nicht ein „Hunde-Sportgerät“ sein, das durch übertriebenen Ergeiz in die Eigenständigkeit getrieben und durch Überforderung Dauerstress und Schmerz ausgesetzt ist. Vorrangiges Ziel einer sinnvollen Sporthundeausbildung muss ein verkehrssicherer, zuverlässiger und hoch motivierter Hund mit maximaler Eigenkontrolle sein, der sich an seinem Menschen orientiert. Das ergibt im Endergebnis ein alltagstaugliches, zufriedenes und harmonisch aufeinander abgestimmtes Mensch-Hund-Team, dessen gegenseitige Beziehung den Ansprüchen an eine funktionierende Gemeinschaft Mensch-Hund gerecht wird.

Der DGHV will dem in seiner Sporthundausbildung Rechnung tragen und seinen Mitgliedern Mittel, Wege und Möglichkeiten aufzeigen, die durch ein nach der Begleit- und Gebrauchshundausbildung weiterführendes Trainingsangebot, eine Erhöhung der Kundenattraktivität und Marktchancen bewirken können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Erlernen von beispielhaft ausgesuchten Hundesport-Einzelgeräten und deren Projektion auf Elemente des Alltags, als sinnvolle sportliche Beschäftigung von Mensch und Hund unter Beachtung der Grundsätze des S.D.T.S ®.
Als Beispiel:
Kontaktzonenhindernis Laufsteg als Hundesportgerät versus Treppenlauf als vorbereitendes, unterstützendes oder abschließendes Element im und für den Alltag. Im Sinne von Aktivität contra Tristesse, eröffnen sich hierüber mehrere Möglichkeiten zur Erweiterung des Trainingsangebotes: sportives BH-GH-Training, klassischer Hundesport oder frei kombiniert als Breitensport, Freiland-Parcours für Aktiv-Spaziergänge oder Abenteuer-Wanderungen, u.a. Für die Hundehalter ist das Spaß an der Freude, für die Gebrauchshundetrainer Mittel zur Zielführung.

Veranstaltungsort:
Ulm (an der Donau) SV-OG Ulm, genaue Adresse nach Anmeldung!

Veranstaltungstermin:
Samstag 30.08.2014 / 11:00 Uhr – 17:00 Uhr
Sonntag 31.08.2014 / 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Teilnehmerzahl:
Max. 8 Teilnehmer

Teilnahmevoraussetzung:
Mensch und Hund gesund
Ausbildungsstand der BH
Eigener Hund, Mindestalter 6 Monate

Die abgelegte BH-Prüfung als Voraussetzung für die Teilnehmer-Hunde ist aus meiner Sicht zwar wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich. Der Hund und Hundeführer sollten aber den Ausbildungsstand der BH haben.

Kosten:
320.- EURO, inkl. Zertifikat
Verpflegung exklusive,

Ausrüstung:
GHA:
anliegende bequeme Kleidung, Beine bedeckt, festes Schuhwerk, (Sport- o. Treckingschuhe)
Hund:
Halsband, Leine ca. 1,20 m ohne Handschlaufe, Gummileine oder Ruckdämpfer, Futterbeutel, evtl. Jogginggürtel und Schleppleine

Tag 1:
Ansatzarbeit der Teilnehmer am Einzelgerät
Tag 2:
Der Teilnehmer als Übungsleiter am Gerät
Erfolgskontrolle

Ausbildungsthemen:
Theorie:
Ziel und Inhalt der DGHV - Sporthundausbildung, Hundesportarten, Vor- und Nachteile, Gefahren beim Hundesport, Bewegungsapparat des Hundes, Erkrankungen,

Praxis:
Geräte im Hundesport, Übungsziele, Besonderheiten der Geräte
  • Trainingsarbeit im Ansatz 
  • Warm Up + Cool Down 
  • Erlernen ausgewählter Einzelgeräte 
  • Projektion in HH-Alltag 
  • Trainingsmöglichkeiten, Führtechnik, 
  • Körpersprach-Signale, Timing Bestätigung, 
  • Push & Pull (Drücken und Ziehen des Hundes), 
  • Anlaufwinkel, Seitenwechsel am Hund 
  • Über Sequenzarbeit zum Parcours 
  • Verhaltenskette, Shaping – Chaining, 
  • Der Sporthund im Alltag 
  • Aufbau eines Alltag-Parcours 
Die Fortbildung wird mit Zertifikat abgeschlossen.
Leitung:
Lothar Däubler
Anmeldungen bitte über info@hundewelten.de

Ein Handicap Hund ist kein Grund keinen Sport zu machen, allenfalls eine Ausrede. Sport dient dem Wiederaufbau, dem Erhalt und der Forderung der körperlichen und geistigen Fitness. "Alter Hund" ist relativ. Es kommt darauf an, was man daraus macht.

Es geht nicht um Hochleistungssport im Sinne von Agility, etc.,.
Im Vordergrund steht nicht Tempo, sondern an das Mensch-Hund-Team angepasstes, konzentriert geführtes, synchrones und vor allem körperbewusstes Erlernen von Einzelsequenzen mit und ohne Geräte.

Die DGHV-Sporthundausbildung ist ein Mix aus speziell ausgesuchten Übungen verschiedener bekannter Hundesportarten wie Degility, Mobility, Agility, Obedience, Turnierhundesport, Trick-Dog und Dog-Dance. Im Vordergrund steht körperliche und geistige Beschäftigung für das Mensch-Hund-Team durch Aktivität.

Das Spektrum der Parcours ist einfallsreich. Es reicht von einfachen bis zu an-anspruchsvolleren Übungen. Die vielfältigen Aufgabenstellungen und Varianten innerhalb der Übungen, fördern die Konzentration. Die DGHV-Sporthundausbildung ist eine geistige Herausforderung an Mensch und Hund.

Als zeitgemäße Beschäftigung wird die DGHV-Sporthundausbildung der veränderten Rolle des Hundes vom Gebrauchshund zum Lebensbegleiter und Freizeitpartner des Menschen in einer modernen Umwelt gerecht.

Der Parcours hat kein festes Muster und lässt sich flexibel auf die einzigartigen Bedürfnisse des jeweiligen Mensch-Hund-Teams anpassen. Dieser Hundesport kann von Jung und Alt betrieben werden und ist für Hunde aller Rassen und Altersklassen geeignet.

Durch Koordination von bewussten Bewegungsabläufen werden die Motorik, das Gleichgewicht und die Muskulatur erhalten, gefördert, bzw. wieder aufgebaut. Neben der Prophylaxe eignet sich die DGHV-Sporthundausbildung damit auch speziell für Hunde mit körperlichen Beschwerden oder denjenigen, die rassetypisch nicht so sportlich veranlagt sind.

Die Sportausbildung unterstützt verhaltenstherapeutisches Training. Intensiver ruhiger und geführter Übungsablauf unterstützt, fördert und stärkt das Zusammenspiel im Mensch-Hund-Team. Der Mensch wird in der Körpersprache geschult und übernimmt die Führung. Der Hund lernt, sich am Menschen zu orientieren.
Durch die umfassende Kombination von Bewegungs- und Verhaltensschulung, wird die Sporthundausbildung der Forderung nach Ganzheitlichkeit einer modernen Hundeerziehung in besonderem Maße gerecht.

Die Übungen sind so angepasst, dass neben dem sportlichen Ehrgeiz der Spaßfaktor nicht auf der Strecke bleibt. Die Sporthundausbildung wendet sich damit speziell an diejenigen, die auslastenden Hundesport betreiben möchten, ohne dass daraus Überforderung und negativer Stress wird.

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