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05.03.2014

§11 Ein Paragraph, der den Unterschied macht

Eine Änderung des Tierschutzgesetzes vom 12. Juli 2013 führt zu Konsequenzen für alle Hundetrainer, Hundeausbilder etc.


Laut Paragraph 11 besteht von nun an Erlaubnispflicht für alle gewerblichen Hundeprofis. Bis August 2014 besteht eine Übergangsregelung, danach müssen alle diejenigen, die mit Vierbeinern arbeiten und nicht über den benötigten Sachkundenachweis verfügen, alleine Gassi gehen. Auf den Hund gekommen sind die Deutschen ja seit jeher. Aus verschiedenen Erhebungen geht hervor, dass auf bundesdeutscher Ebene ca. fünf Millionen Hunde leben. Wen es überrascht, dass diese Zahl seit vielen Jahren relativ konstant ist, hat vielleicht auch eine von zahlreichen Hundesendungen im Fernsehen gesehen.

Der beste Freund des Menschen und seine fachgerechte Ausbildung genießen seit geraumer Zeit eine ganz beachtliche Medienpräsenz. Dies hängt womöglich mit der zunehmenden Professionalisierung der Hundeerziehung zusammen. So ist allein die Zahl der Hundeschulen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Lag sie 2006 noch bei rund 800, sind es zur Zeit rund 2.000. Diese Zahlen bestätigen zum einen, dass unter Hundebesitzern der Trend besteht, ihre “felligen” Lieblinge hochwertig und mit dem Wissen von Profis ausbilden zu lassen. Wie sinnvoll eine solche Ausbildung sowohl für den Hund, wie auch seinen Halter bzw. seine Halterin ist, liegt auf der Hand. Schließlich gibt es kaum ein größeres Ärgernis als einen Hund der nicht erzogen ist. Auf der anderen Seite entscheiden sich immer mehr Menschen beruflich mit Hunden zu arbeiten. Daher lässt sich die steigende Zahl an sog. “Hundeschulen”, aber auch die starke Verbreitung von Hundetagesstätten oder von Angeboten wie Hundepsychologen erklären.

Für all diejenigen, die bereits in dieser Branche arbeiten oder dies in Zukunft anstreben, hat die Rechtsprechung eine gesetzliche Hürde eingeführt, allerdings im Interesse Tier. Nach § 11 des Tierschutzgesetzes benötigen Hundeausbilder künftig die Genehmigung des Veterinäramts. Erlaubnispflichtig ist dabei die gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden oder gewerbsmäßige Anleitung des Tierhalters zur Hundeausbildung. Klingt im ersten Moment etwas sperrig, meint  jedoch nichts anderes, als dass eine Schulung nötig ist, um sachgerecht mit Hunden arbeiten zu können. Im Sinne des Tierschutzes ist diese Änderung also ein absoluter Zugewinn und schützt in Zukunft vor falschen Hunde-Gurus und unseriösen Hunde-Flüsterern. Auch Züchter, die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland verbringen bzw. einführen oder diese verbrachten bzw. eingeführten Tiere vermitteln, benötigen die Erlaubnis nach §11. Hierdurch soll dem unseriösen Welpen-Handel Einhalt geboten werden. Gleiches gilt im Übrigen für Einrichtungen, die sich ausdrücklich dem Tierschutz verpflichtet haben, wie zum Beispiel Tierheime.

Insgesamt soll erreicht werden, dass alle Personen, die mit Hunden umgehen, die erforderliche Sachkunde haben. Eine ganze Branche wird also per Gesetz auf die Schulbank geschickt. Damit Hundeprofis nicht ihr Geschäft gefährden und somit auch ihre Existenz aufs Spiel setzen, sollten sie sich bald um einen Schulungsplatz bemühen, denn im August 2014 endet die bestehende Übergangsregelung und der Sachkundenachweis ist für jeden Hundebetreuer & Co. ab dann Pflicht. Dementsprechend gefragt sind Seminare zur Erlangung der Sachkunde für Hundetrainer- und -ausbilder.

Die bestandene Prüfung dient dann als Qualifikationsnachweis für Hundetrainer  gemäß §11 Tierschutzgesetz, Abs. 1, Nr. 8f.

1 Kommentar:

  1. Dieser Artikel sollte aufgrund der aktuellen Lage überdacht werden.
    Diverse Klagen sprechen für sich - das ist keine Prüfung mehr, bei der das Tier im Mittelpunkt steht, sondern eine Geldgrube für Veterinärämter, Tierärzt und die Pharmaindustrie.

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